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Raise the Voice, Win the Vote: Song as Political Strategy in the U.S. Suffrage Movement

Amerikanische Frauenrechtlerinnen bedienten sich von Musik, Liedern und Klängen, um ihre Ansichten zu vermitteln und Gesetzgeber, Wähler sowie entrechtete Frauen zu beeinflussen. Doch auch die Gegner des Frauenwahlrechts nutzten dieselben klanglichen Mittel, um ähnliche Ziele zu erreichen. Die Gegner des Frauenwahlrechts stellten jene ethnischen, religiösen, nationalen und klassenbezogenen Identitäten in den Mittelpunkt, die die Frauenrechtlerinnen zu marginalisieren versuchten, und schufen Musik, die voller beleidigender Konnotationen einer ausgrenzenden Andersartigkeit war. Als Reaktion darauf und in dem Bestreben, die Wähler – die überwiegend weiße Männer waren – anzusprechen, entwickelten die Suffragistinnen einen Klang, der zwar problematisch, aber dennoch wirkungsvoll die weiße Hautfarbe, die Zugehörigkeit zur Oberschicht, das Christentum und den amerikanischen Nativismus der potenziellen Wählerinnen betonte. Anhand ausgewählter Fallstudien gibt der Vortrag Einblicke in das politische Liederschaffen und die Aufführungspraxis rund um die amerikanische Frauenwahlrechtsbewegung.

Ergänzt wird der Vortrag durch ein Konzert mit Jazzstudierenden der Musikhochschule Nürnberg, das einen Teil des Repertoires sowohl der amerikanischen als auch der europäischen Frauenwahlrechtsbewegung auf die Bühne bringt.

Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „die Stimme erheben“.

Diese Veranstaltung findet am 16. Juni 2026 um 17:30 Uhr im Raum E.09 (Hörsaal) statt und wird von der Hochschule für Musik Nürnberg organisiert. Alle Fragen richten Sie bitte an die Hochschule.


Die menschliche Stimme ist Klang und Körper, Ausdruck und Haltung, Identität und Resonanzraum, individuell und im Kollektiv – verletzlich und kraftvoll. Stimme steht im Zentrum musikalischer und künstlerischer Praxis und ist zugleich Medium politischer Teilhabe: wandelbar, nicht selbstverständlich, umkämpft, oft sogar beschnitten.

Wir können die Stimme erheben im künstlerischen Ausdruck, im gemeinsamen musikalischen Schaffen, für einen guten Zweck oder im Widerstand gegen Unrecht. Wir können die Stimme senken, anderen zuhören und uns fragen: Was bedeutet es, eine Stimme zu haben? Was geschieht, wenn sie uns nicht zugestanden oder gar genommen wird? 

Die Reihe Gender & Diversity: „die Stimme erheben“ möchte dieses vielfältige Möglichkeitsfeld erkunden und lädt alle zwei Wochen zu wissenschaftlichen Vorträgen, künstlerischen Impulsen und Diskussionen ein, um die Facetten der Stimme in unterschiedlichen kulturellen und historischen Kontexten zu erforschen.

Weitere Informationen finden Sie auf ihrer Website.